Fahrradtour

Mit dem Bike nach Holland, das ist das Ziel. Am Rhein entlang und danach die Küste hoch. Als absoluter Fahrradneuling sicher einer große Herausforderung. Aber wir wollen uns dieser stellen. Wir haben Zeit und schaun wie es läuft. Zur Zeit liegen wir in den letzten Vorbereitungen. Die Ränder waren in der Inspektion und nun müssen die Taschen gepackt und Reisefertig gemacht werden. Bald geht es los. Neben der Angst, das wir uns zu viel vorgenommen haben, gibt es die Vorfreude und die große Hoffnung, dass wir, oder besser dass ich das erreichen kann. Ihr könnt uns hier verfolgen. Zumindest mal in Deutschland und in den Niederlanden sobald wir wieder Internet haben. Drückt uns die Daumen das es klappt. Start ist in wenigen Tagen.

Neuwied-Köln 91 KM

Wir haben die erste Etappe hinter uns gebracht.Es war anstrengend, aber schön. Ich hoffe ich kann Morgen aufstehen. Jetzt sitzen wir in einer kleinen Kneipe am Deutzer Bahnhof. In der Jugendherberge haben wir eben noch schnell ein Abendessen bekommen.

Wir sind gegen 8.30 in Neuwied los. Das Wetter war eher durchwachsen. Es fiel etwas schwer in Tritt zu kommen, das viele Gepäck (dabei hab ich doch gar nicht viel eingepackt) Auf der anderen Rheinseite merken wir schnell, das wir Gegenwind haben und davon nicht zu knapp. Das verlangsamt mich (ich darf nicht uns schreiben) noch mal. Vorbei an Namedy treibt es uns nach Breisig. Hier nehmen wir uns an der Bäckerei in die Hauptstraße ein Frühstück und etwas Proviant mit. Gefrühstückt wird am Rhein. Das Wetter ist mäßig, wir mussten auf Regenklamotten umstellen, können aber den ganz großen Schauern entgehen. Bis Bonn plätschert es mehr vor sich hin. Der Wind nervt und die Strecke ist nass und matchig. Schon in Andernach haben wir mehrere Radfahrer getroffen. Unsere Wege kreuzen sich noch des öfteren. In Bonn machen wir einen kleinen Zwischenstop für ein Getränk und vor allem für frisches Wasser. Beides ist irgendwie nur mäßig gut. Nach Bonn zieht der Rhein sich über 2 große Kurven. Der Radweg tut ihm nach. In Wesseling müssen wir den Radweg verlassen um den Chemieunternehmen zu weichen. Das Wetter wird immer besser. Wir können Regenausrüstung wegpacken. Die Taschen lass ich trotzdem lieber verpackt. Ich habe das Gefühl, so halten die Taschen zusammen. :) Die Beine werden immer schwerer. Und ab Rodenkirchen habe ich keine Lust mehr.

Im alten Kölner Hafen machen wir noch einmal eine letzte größere Pause, danach fahren wir über die Deutzer-Brücke, zurück auf unsere Rheinseite. :) Wir lesen eine junge Schweizerin auf, die wir auf der Strecke schon öfter getroffen haben. Sie ist heute in Koblenz gestartet. Die Jugendherberge liegt etwas versteckt, auf Grund der vielen Baustellen, müssen wir etwas länger suchen.

Wir haben natürlich ein Zimmer ganz oben und den Fahrradkeller mit einer bescheidenen Rampe. Wir haben dafür aber auch ein Doppelzimmer.

Wir werden jetzt noch 2 Kölsch nehmen und dann früh zu Bett. Olly plant für Morgen wieder eine große Tour. :( Keine Erholung. Leider..
Hoffe es geht dem Hundebaby gut. Habe Heute gelernt wie man Hunden das Schwimmen bei bringt. Werden es ausprobieren wenn wir zurück sind. :)

Grüße von der Schäl Sick. :)

Daniela und Olly

Wo gehts denn hier bitte nach….

Das war heute irgendwie die wichtigste Frage. Nach einer wirklich tollen Nacht und einem ebenfalls schönen Frühstück in Köln, sind wir Richtung Duisburg losgezogen.

Leider hat man es in den Gemeinden auf der rechten Rheinseite nicht so mit Beschilderungen. Bereits in Köln haben wir uns einmal verfahren. Über viele Umwege schaffen wir es doch wieder auf den Radweg, den wir leider auf dem Weg nach Leverkusen wieder verlieren. Der Radweg führt ganz Idyllisch am Rhein entlang, bis zu den Toren der Bayer Chemie. Leider ist dann nix mehr mit weiterfahren. Der Tourenplan sagte was von abbiegen am Radschild, aber das ist irgendwie weg. Eine nette ältere Dame zeigt uns den Weg und innerhalb von Köln Fittard verfahren wir uns auch nur noch 2 mal. Scheiß fehlende Beschilderung. Vorbei an den Bayer-Geländen, geht es nach Leverkusen – City.  Den Rhein haben wir schon länger nicht mehr gesehen. In Leverkusen selbst sind die Angabe zum Radweg etwas verwirrend, aber wir finden den richtigen Weg. Bei Doc Morris kaufen wir mal schnell Bepanten (hat Olly vergesen und braucht es) und Voltaren (hat Danny dabei, reicht aber nicht). Jetzt fahren wir weiter Richtung Düsseldorf. Ein netter älterer Herr weißt uns den Weg, nachdem wir mal wieder zum xten mal am verzweifeln sind. Finden den Weg zum Rhein nicht mehr, geschweige denn das wir  wissen, ob wir noch richtig sind. In Wiedorf ist eine Baustelle und der endlich wiedergefundene Radweg wieder weg. Langsam aber sicher könnte ich böse werden. Eine Dame empfielt uns einen Radweg unabhängig vom Rheinradweg. Nach Düsseldorf fahren wir jetzt zwar fast komplett durch die Stadt und finden erst wieder zu Beginn der Rheinpromenade auf den Radweg, aber wir haben einen Weg. Wir müssen heute doch mehr Pausen machen. Ich habe Körperstellen die weh tun, von denen ich gar nicht wusste, das ein Mensch so Stellen hat. (Olly aber auch)An der Rheinpromenade trinken wir 2 Cola (groß und aus der Flasche) und einen Cappu und zahlen als hätten wir noch was gegessen. Toll.

Wenigstens waren die Klos sauber.  Von Düsseldorf aus fahren wir langsam weiter Richtung Duisburg. Auch hier verlieren wir wieder unseren Weg. Neben fehlenden Schildern ist auch die Angabe in unsrem Radführer eher dürftig. Rechtsrheinisch scheint der Radweg auch weniger beliebt zu sein. Wir treffen gar nicht so viele Radler mit Gepäck. Vorbei an schönen Auengebieten sowie durch Felder und Wiesen fahren wir weiter, in der Hoffnung richtig zu sein.

In Duisburg selbst hätte die Jugendherberge besser ausgeschildert sein können, wir müssen mehr mals Fragen und ein Schild steht wirklich erst am Eingang. Die JH selbst ist noch von vor 50 Jahren. Wir haben wieder ein Zimmer für uns und eine horde wildgewordener Sportler (10 – 16) auf dem Flur. Ich habe Oropax :) Wir planen erst mal schnell die nächste Etappe. Soll eine Kurze (55!!!) sein. Doch leider hat die JH Xanten nichts mehr frei (in NRW sind m und w getrennt). Wir planen um, wollen eine Nacht länger in Duisburg bleiben und uns die Stadt angucken. Xanten spielt mit, aber die Duisburger Jugendherbergen nicht. Aber wir finden ein Hostel, was uns aufnimmt. Somit bleiben wir also Samstag (das ist doch Morgen, oder?) hier und ziehen in das City Hostel und fahren dann am Sonntag nach Xanten. Wollen ja auch was sehen.:) Haben recht viele Hunde gesehen, hoffen unserem gehts gut.

Ach ja, wir sind Heute rund 80 KM gefahren.

Grüße Daniela und Olly

In Duisburg und um Duisburg….

Die Nacht in der JH und selbige sind leider nicht weiter zu empfehlen. Unser Flur (der für Jungs) beherbergte eine Gruppe Sportler (der Größe nach: Basketballer) und die kamen um 22.30 nach Hause. Wir wollten schon erklären, das man so eine Tür auch sehr leise zu machen kann, aber es ging irgendwann. Abendessen war eher sporadisch. War nur “Kalt” angekündigt. Ergattern konnten wir noch Ravioli. Naja wollten ja eh abnehmen. Nach dem Essen haben wir draußen eine Sitzgelegenheit gefunden und direkt mal belagert, bevor die kleinen Plagen kommen. Auch die Schweizerin haben wir getroffen. Sie war bereits in Duisburg, hat aber die obligatorische Postkarte vergessen. Da sie Heute nach Holland wollte, versprechen wir eine zu holen und zu schicken. Wenigstens kennen wir auch ihren Namen, Lilian (ich hoffe das ist jetzt so richtig geschrieben ;) ). Nach einem schönen gemütlichen Plausch draußen (unter der Hand konnten wir sogar ein Bier kaufen) gehts in die Betten. Für uns startet der Tag ruhig. Wir schaffen das Frühstück noch vor den Plagen und dann können wir gemütlich aufbrechen. Wir radeln noch durch den Sportpark Wedau und suchen dann unser Hostel. Irgendwie affig. Die Wegbeschreibung des Zivis in der JH war für die Füße. Wir fahren natürlich erst mal viel zu weit in die falsche Richtung. Erst später finden wir Jemanden der uns den Weg zeigen kann. Wir finden das Hostel recht zügig. Können allerdings noch nicht einschecken. Das hätte die doofe Tante ja auch mal vorher sagen können. Also fahren wir in die Stadt und stellen fest, bei uns ist es in der Straße schöner ;)

Der nette Touri an sich, möchte erst mal zur Touriinfo. Leider gar nicht so einfach. Wir folgen den Schildern zum Bahnhof um festzustellen, das die Info da nicht mehr ist. Wir entdecken sie, ungünstig gelegen hinter einem Starbucks. Wir sind im Pott, die Tassen von Starbucks heißen auch so, können nur nicht mitfahren. Uns ist das Bruchpotenzial zu hoch. Mittlerweile haben wir rausbekommen das wir in unserer Unterkunft wenigstens die Klamotten abgeben können. Machen wir auch so und beziehen unser Zimmer. 2. Etage, kein Aufzug.  Wir rollen gemütlich durch die Stadt Richtung Innenhafen. Hier ist sehr viel im Bau und Umbruch. Man möchte auch hier Hafencity haben, vergeudet aber Potenzial, indem man sich viele “Schmutzecken” baut. Im Innenhafen finden wir eine nette Kneipe in der wir was Trinken.

Beachtenswert finde ich, das die Stadt ihre Parkautomaten sichert. Hilfe

Ebenfalls im Innenhafen befindet sich eine Legoworld.

Mein Turnschuh beschließt, dass ihm die Reise zu viel wird und fängt an sich aufzulösen. Also machen wir uns auf die Suche nach einem Laden, der uns Sekundenkleber verkaufen kann und will. Wir finden einen Kaufland und nehmen direkt noch Proviant auf. Unser Weg führt uns Richtung Ruhrort. Hier führt Morgen auch der offizielle Radweg her. Schimmi haben wir leider nicht getroffen, aber wir können einige Blicke auf die diversen Häfen ergattern.Die Hafenrundfahrt ersparen wir uns. 1. sind die Nukelpinten voll und zweites ist und die Rundfahrt schlicht zu teuer. Auf einer Landzunge bei den Einfahrten zum Rhein machen wir eine Pause.

Es gibt Apfel. Danach fahren wir zurück Richtung Unterkunft. Es ist und nach einer Pause, da die Nacht recht kurz war. Wir machen einen kleinen Knick und fahren noch bei der Ruhrschleuse vorbei. Nachdem meine Schuhe nun wieder ganz sind, löst sich Ollys Lenkertasche auf. Mit viel Glück erreichen wir den Fahrradladen vor Feierabend und ergattern eine neue Halterung. Jetzt schreibe ich aus dem Zimmer. Müssen mal noch was fürs Abendessen suchen. Aber in die Stadt sind es mit dem Fahrrad 10 min. max.

KM (bis jetzt ca. 33)

Nachtrag: Sind zu Fuß in die City und Haben im Brauhaus Schatz 4/8 gegessen. War super lecker. So stellen wir uns Brauhaus  vor. Auch das Bier war klasse. Preise waren ok. Etwas teuer vielleicht, aber Service und Geschmack haben es wett gemacht. Definitiv eine Empfehlung wert.

Duisburg trägt weiterhin Trauer und die Fahnen auf Halbmast. Viel nur irgendwie noch auf und musste gebloggt werden.

Sind nun zurück auf dem Zimmer, werden heute nicht alt. Drückt die Daumen das es Morgen nicht regnet.

It’s raining man…

Nach einer wirklich und erstaunlicherweise ruhigen Nacht beginnt unser Morgen irgendwie mit Regen. Die gemeldeten kurzen Schauer (DANKE Express) sind eher ein einziger Schutt ohne Rücksicht auf Verluste. Dazu gibt es Gewitter und Hagel. Die Unwetterzentrale meldet ähnliches für den Vormittag. Ich bin total begeistert. Wir zögern unser aufstehen hinaus. Zum einen gibt es hier im Hostel eh kein Frühstück und zum anderen haben wir ja nur eine kurze Etappe vor uns. Einzig das Wetter spielt nicht mit. Nach langem hin und her und abwägen aller Wetterdaten entscheiden wir uns für eine Zugetappe. Es hat keinen Zweck wenn wir und alle unsere Sachen nass sind. Zumal wir immer noch kein großes Vertrauen in meine Taschen stecken. Wir fahren also Richtung Bahnhof und verpassen knapp den 10:10 Zug nach Xanten. Der Fahrkartenautomat der DB ist was für Genies. Ich bin Studentin, jung und bilde mir ein gewisses Maß an technischem Verständnis ein (hierzu keine weiteren Kommentare). Doch 2 Tickets nach Xanten inkl. Räder für den Preis im Internet konnte ich nicht buchen. Ich konnte so vieles nicht buchen. Ich habe mir dann im DB Center weiter helfen lassen. Die nette Dame dort sagte sowas wie:”Die Automaten sind für den A****”. So herrlich ehrlich.

Wir fahren also, wie viele andere auch mit dem Zug nach Xanten. Nach dem Wetter unterwegs war das auch die richtige Wahl. Bis kurz vor Xanten regnet es aus Eimern, erst hier wird das Wetter besser. Wir fahren zuerst einmal die JH an und schecken ein. Diese liegt an der Südsee, kein Witz das heißt hier so.  Leider können wir noch nicht aufs Zimmer, aber unser Gepäck dürfen wir schon abstellen. Danach gehts mit dem Rad nach Xanten.

Zuerst überfallen wir die Touriinfo und danach nehmen wir mal einen Kaffee, es sieht schon wieder nach Regen aus. Während wir die Räder parken, nimmt Olly einen Blumenkasten mit. Dem Kasten gehts es gut, ist so wie er aussieht schon öfter passiert. Olly hat ne Schramme am Bein, die mit Taschentuch versorgt wird. Nach unserem Kaffee schieben wir uns durch die schöne Altstadt hin zum Dom. Hier können wir die Räder vor der Tür anbinden und auf Besichtigungstour gehen. Sehr zu empfehlen.

Nach dem Dom treibt es uns Richtung Archäologischem Museum. Das größte seiner Art in Deutschland. Wir haben es auf dem ersten Weg zur JH schon entdeckt. Es liegt am Ortsrand und kurzerhand wurde hierfür eine Straße und der Radweg still gelegt. Die ganze Anlage beinhaltet altes ausgegrabenes. Überall laufen noch Ausgrabungen. Weitere sind auch geplant. Ich glaube hier traut sich keiner mehr seinen Garten um zugraben.  Das Museum beinhaltet sowohl eine große Halle, wie auch einen großen Außenbereich.

In der Halle sind zum einen Teil viele Schaukästen und Infocenter untergebracht. Im anderen Teil befinden sich die Grundrisse eines römischen Bades. Im Außenbereich findet man unter anderem Teile des Hafenbauwerks und ein großes Amphietheater. Hier finden im August und September viele Theaterstücke statt.

Nach der Besichtigung organisieren wir uns noch schnell beim Bäcker was kleines und machen uns mal aufs Zimmer. Müssen und wollen mal Wäsche waschen. Außerdem schaut es nach Regen aus.

Jetzt sind wir gerade geduscht und auf dem Weg zum Abendessen.

Klasse in der JH ist vor allem, das wir als Biker Handtücher bekommen, damit unsere Sachen nicht nass werden. Sehr nett. Bis später.

Nachtrag meiner Haare: So langsam hassen wir den Reisefön – in Duisburg gab es Gestern wenigstens nen richtigen Fön. Es gab auch Wlan auf dem Zimmer, aber weder Klo noch Dusche. Heute gibt es wieder Dusche und Klo und kein Wlan – aber das haben wir ja mit. :)

Hoffe die edel gestromte Mischlings Dame hat den kleinen Kläffer mit keinem Blick gewürdigt. Supie :)

Auf nach Holland

Heute ist es also so weit. Wir machen uns auf den Weg nach Holland. Wir haben Gestern noch ein älteres Paar kennen gelernt. Auch auf dem Weg nach Holland. Mal sehen, sie überlegen noch wie weit sie fahren. Vielleicht sehen wir sie wieder. Sie fahren auf jeden Fall früher los, wie wir. Es geht zuerst mal an Süd-und Nordsee vorbei Richtung Millingen aan de Rijn. Erst Streckenpunkt soll das Kernwasserwunderland in Xanten sein. Dort hin zu kommen ist eher schwierig. Bereits auf den ersten Abschnitten in Obermörmter ist plötzlich der Radweg weg. Eine freundliche Dame sieht unsere verzweifelten Blicke und erklärt, das der Deich zum einen zur Zeit mehr Baustelle ist und ein ganzer Teil Deich durch die Anwohner gesperrt wurde. Super. Wir fahren eine Ecke Landstraße und erreichen dann aber wieder unseren Deich.

Hinter Niedermönter ist der Deich dann auch benutzt. Permanent geht es durch Schafsherden, die noch alle eingezeunt sind.

Unterwegs treffen wir jedoch auf Kühe, die gerade mal freie Bahn haben. Es ist etwas mühselig immer die Tore zu öffnen und zu schließen. Aber es nutzt nichts. Am Kernwasserwunderland machen wir eine Pause. Alles fest in holländischer Hand. Tiere dürfen nicht mit rein (schreiende Kinder wohl?!), aber einige hundert Meter vorher ist extra eine Tierpension.

Nach Kalkar wird das Wetter schlechter, es ist windig und beginnt mal wieder zu regenen. Toll. Wir ziehen den Regenschutz drüber und kämpfen gegen den Wind und die Strecke. Seit Grieth verläuft diese entlang einer Allee. Etwa 15 Km. Man kann sehen wo man hin will und wo man war und hat das Gefühl kaum vom Fleck zu kommen.  Zu Mittag haben wir einen großen Teil der Strecke zurück gelegt. Wir erreichen Millingen und kehren hier in einem kleinen Gasthaus an der Personenfähre ein. Es gibt zweimal Fritten, ich mit ner Käsetasche, Olly mit Kroketje.. er lernt es auch nie.

Die Fähre bringt und auf die rechte Rheinseite, 3 Euro für 2 Personen inkl. Räder. Bin schon günstiger gefahren. Außerdem ist das mehr ne Nukkelpinne, aber gut. In Pannerden verfahren wir uns ein weiteres mal. Schön wenn man nicht weiß welche Nr. der Radweg hat und schön das es uns keiner ansagt. 2 nette Einheimische diskutieren lang und haben dann den passenden Weg für uns. Über Loo geht es weiter zur nächsten Fähre die uns nach Huissen bringt. Die ist auch für Autos und kostet nur 1.60 für alles. Wir finden den Radweg wirklich schnell. Die sind hier in Holland doch besser ausgeschildert, jedenfalls an Knootenpunktje… In Arnheim endet der Bikeline Radweg mitten in einer Baustelle. Wir müssen wieder fragen und ein netter Bauarbeiter schickt uns mit Hilfe eines Einwohners  zurück zum Weg. Leider geht es in Oosterbeeck verdammt viel Bergauf. Wir sind platt. Nach einigen weiteren Kilometern erreichen wir Doorwerth. Hier haben wir Gestern noch ein Stay Okay Bett gebucht. Sehr schön. Die JH ist etwas außerhalb aber mit allem ausgestattet. Wir werden nachher mal die Bar erkunden. Es gibt auf jeden Fall schon mal den leckeren Bacardi Lemon :) Morgen ist wieder eine kürzere Etappe geplant. Wir haben nur noch keine Bett, aber an jeder Ecke stehen Schilder mit Bed and Breakfast, wir werden was finden. Es kann nur passieren das wir zwei Tage nicht Bloggen können. Macht euch aber keine Sorge uns geht es dann gut, wir haben dann nur kein Internet.

76 km

Holland?! Berge und Wind

Hallo.

Wir haben hier tatsächlich ein ungesichertes Netzwerk gefunden. Pech aber auch. :)

Unsere Zimmergenossen in der JH waren ein älteres, vermeidlich polnisches Ehepaar. Während ich ganz ohne Bacardi Lemon mit Cola tief und fest schlafe, rauben sie Olly den letzten nerv. Müssen vor dem zu Bett gehen noch duschen usw. Olly wechselt (auch weil ich angeblich schnarche) auf Oropax.

Wir Frühstücken ausgiebig. Das Abendessen Gestern war schon recht groß und lecker. Mehrere warme Gerichte, Salate und Nachtisch. Das ältere Ehepaar (und wir haben immer noch nicht nach dem Namen gefragt) ist schon aufgebrochen. Auch wir machen uns langsam auf. Gestern Abend haben wir bereits beschlossen, dass wir dem Radweg der Radkarte nicht mehr wirklich ganz genau folgen werden. Der macht ganz ganz viele merkwürdige Umwege. Wir vermuten, das einige Orte und Gemeinden viel Geld gezahlt haben, damit man den Radweg bei ihnen vorbei führt. Das Schloss von Doorwerth sehen wir leider nicht mehr. Der Radweg verläuft irgendwie anders. Danach fahren wir wieder in Richtung Rhein, er heißt hier in diesem Abschnitt noch Rijn, wird aber auch Waal und Lek. Die sind komisch hier. Eine schöne Strecke, immer auf dem Deich führt uns über Rhenen in Richtung Elst.

Hier ist der Radweg fusch neu und schön zu fahren. Aber eine Frage ergibt sich, warum geht es denn hier permanent Bergauf. War das nicht so, dass das hier plattes Land ist?! Natürlich haben wir heute auch wind. Wir fahren und es ist windig. Wir fahren eine Kurve und der Wind ist immer noch da. Toll. Von Elst aus kürzen wir ab und fahren über Amerogen direkt nach Wijk bij Duustede. Erspart uns 10 km. Der Weg verläuft wieder über den Deich und führt unter anderem an einer Schleuse vorbei. Hier verweilen wir kurz und plauschen ein wenig mit dem Schleusenwärter.

Auf der Strecke weiter entdecken wir ein Bauerngolf. Haben wir auch in Deutschland schon gesehen und scheint hier total beliebt zu sein. Schläger, Ball und Loch sind Größer und sonst spielt man es auf großen Wiesenflächen. Hier läuft gerade eine Kuh drüber, ich weiß aber nicht ob das immer so ist. In Wijk radeln wir gemütlich durch den Ort. Am Eingang kommen wir an einer Windmühle vorbei, durch die der Weg führt.

An einer der 3 Kirchen im Ort machen wir halt und trinken etwas. Wir essen ein kleines Toasti als Snack.

Es war doch sehr klein, also geht Olly noch in die Bäckerei. (Fehler!!!!!) Er kommt mit was Süßem und was Herzhaftem zurück. (Süß war SÜß und nicht zu ermitteln was genau, Herzhaft war eine Frikadelle im Blätterteig. Manchmal sind die hier komisch.) Hinter Wijk müssen wir mit der Fähre übersetzen und befinden uns nun in Gelderland. Unser Weg führt uns über die Felder nach Buren. Hier schmückt eine große Kirche, aber vor allem eine große Windmühle das Ortsbild.

Die Windmühle kann man wohl besichtigen, die Schlange davor ist ewig lang. Dadurch das wir dem Radweg nicht mehr 100 %tig genau folgen, fahren wir noch weiter bis Geldermalsen. Hier wollen wir uns ein Quartier für dei Nacht suchen. Wir finden die Touriinfo und die nette Dame telefoniert für uns durch die Gegend. Sie findet nichts… Doch dann spuckt ihr Computer ein kleines Bed and Breakfast aus. Direkt gegenüber. Ein Bauwagen. – Ja ihr lest richtig. Das B&B ist in einem Bauwagen.

Also nur das Bed. Auf dem Grundstück eines Einrichtungshaus. Bottesteyn Interieurs um genau zu sein. Hinter der Wiese steht der Bauwagen. 2 Stühle, 2 Betten, alles da.

In der Ausstellung ist eine Küche. Tee, Kaffee, Milk, Kekse, usw. dürfen wir alles nutzen. Das Bad ist oben (Irgendwie auch mitten in der Ausstellung, nur durch Private gekennzeichnet). Alles ist sauber und ordentlich. Im Preis ist auch ein Frühstück drin. Also beschweren wir uns nicht. Wir haben deutlich schlechter für mehr Geld geschlafen. Und irgendwie ist es sogar ganz lustig. Olly hat unsere Handtücher aufgehangen. Leider wohnen auf der anderen Seite des Zauns Ziegen, Schweine und Schafe. Ich fange also die Handtücher wieder ein, bevor sie weg sind.

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Es sieht nach Regen aus. Olly erkundet mal noch den Ort aber ohne mich. Auf Regen habe ich keine Lust. Er wollte noch was zu Essen mit bringen. Gute Idee, also Heute mal “was auch immer” im Bauwagen. :)

Morgen wollen wir erst mal nach Leerdam. Wehe da gibt es keinen Käse. Mal sehen, wie Wetter und Lust ist. Vielleicht kürzen wir noch einmal ab und ziehen durch bis Dodrecht. Der weiter Plan sieht Rotterdam und Den Haag vor. In letzterem waren wir beide noch nicht. Da ich nicht weiß, wie wir wo sind, gilt wieder, das wir primär mal kein Netz haben. Also keine Sorge!!!

@ Mama Dernbach: Die Blumen waren auch ok, denk ich. Und das Bein hat auch nix.

@Mama Neuwied: Hoffe die edel gestromte Mischlingshündin benimmt sich gut.

Wind von Vorne und Sonne von Hinten

Nach einer wundervollen Nacht in unserem Bauwagen erwartet uns ein ebenfalls gigantisches Frühstück. Manch Hotel könnte sich davon eine Scheibe abschneiden. Wir frühstücken mitten in der Ausstellung. Ist auch irgendwie lustig. Aber öffnen tut er erst ne halbe Stunde später. Daher gehts. :) Ich habe nur das Gefühl die Mücken der Nachbarschaft haben sich letzte Nacht an mir satt gegessen.

Wir starten unsere Etappe Richtung Leerdam. Der Radweg aus unserer Radkarte macht einige komische Abweichungen, denen wir nicht mehr folgen wollen. Wir verfolgen eher den normalen Radweg der hier ausgeschildert ist. Und die Radwege sind hier sehr gut ausgeschildert. Ebenfalls die Radwege sind Klasse, man muss nur immer gucken, wer gerade Vorfahrt hat. Wir brauchen deutlich weniger KM bis Leerdam. Wir schieben uns mal gemütlich durch den Ort. Es gibt viel Glas und Kristall und die Stadt ist die Binnenstadt 2009-2011. Käse jedoch gibt es keinen …

Von Leerdam aus fahren wir nach Gorinchem. Hier wollen wir entscheiden wie weit wir heute noch Fahren. Der Radweg führt gemütlich entlang der Linge vorbei. Irgendwie verpassen wir vor lauter gemütlichkeit unseren Abzweig. Ist aber nicht schlimm, somit fahren wir noch mal ein Stück kürzer, immer am Deich vorbei an Spijk.

In Groinchem decken wir uns mit etwas Mittagsproviant ein.

Die nette Dame aus der Touriinfo erklärt mir, das es bis Dordrecht per Rad nur wenige Kilometer sind. Unsere Radkarte möchte mit uns durch einen großen Nationalpark. Dies für rund 50 km. Wir schenken uns das. Es ist nichts in dem Park was uns wirklich interessiert. Ich rufe in der JH in Dordrecht an und mache ein Zimmer klar. Danach sehen wir das es bis Rotterdam nur minimal weiter war. Egal wir fahren jetzt nach Dordrecht. Der Radweg verläuft (wie immer) über einen Deich mit Wind und Sonne. Heute Morgen sah es noch nach Regen aus, aber jetzt ist sehr schön und auch warm. Vorbei an Boven, Hardixveld und Sliedrecht geht es nach Dordrecht. Wir fahren erst einmal zur JH. Unsere Zimmer sind gerade fertig und wir gehen erst mal duschen und die Klamotten waschen. Auf Grund des Regens, den wir Gestern noch hatten, sind unsere Sachen nicht wirklich getrocknet. Das können die nun hier nachholen. Nach dem wir wieder frisch sind, machen wir uns auf in die Stadt. 10 min. hat die Dame am Empfang gesagt. Naja… Relativ. Es könnte etwas mehr gewesen sein.

Aber wir sind ja keine geübten Holländer, außerdem hatten wir mal wieder Wind von Vorne. Wind kommt hier wohl immer von Vorne. Wir erkunden etwas die Stadt und schaun schon mal wo die Wasserbusse abfahren. Ganz witzige Sache, die wir Morgen ausprobieren werden. Der Radweg bis Rotterdam führt mehr oder weniger fast nur noch an Bundesstraßen, Autobahn und Industriegebiet vorbei. Daher werden wir die Strecke bis Rotterdam mit dem Wasserbus fahren. Der fährt etwa eine Stunde und wir fahren etwas bequemer. Dafür fahren wir dann weiter mit den Rädern nach Den Haag und bleiben nicht noch einmal in Rotterdam.

Wir essen noch ein happen in der Stadt, da wir auf ein etwas überteuertes Abendessen in der JH verzichtet haben. Was auch gut war, sah aus wie das was wir Vorgestern schon mal in Doorwerth hatten.

Auf dem Weg zurück hatten wir Rückenwind. Läuft direkt viel besser. Die JH liegt am Rande des Bisbosch Nationalparks, daher sitezen wir gerade auf den Sonnenterasse und schauen in Natur pur.

Nur der Tischtennisball stört etwas. Naja vielleicht muss er nachher mal noch dran glauben :)

Olly hat leichten Sonnenbrand an den Beinen, von hinten :)

KM: rund 70.

It’s raining again

Was ein Zufall. Manchmal… Wir sitzen Gestern noch in der Bar der JH. Irgendwann sehen wir das ältere Ehepaar, dass wir in Xanten und Doorwerth hatten. Wir lachen alles mal herzlich und trinken noch etwas gemeinsam. Die Zwei finden die Idee mit dem Wasserbus auch gut und wollen sich am nächsten Morgen anschließen. Ich habe extra noch mal den Wetterbericht geguckt, es soll so werden wie es den ganzen Tag war.

Leider war das nicht wirklich war. Wir fahren am Morgen in Richtung Regenwolken die uns auch noch bevor wir den Wasserbus erreichen, voll treffen. TOLL. Da wir den Bus bekommen wollen, verzichten wir darauf meinen Regenschutz aufzuziehen. FEHLER!

Merke ich aber erst später. Wir sind pietsch nass am Wasserbus, da jedoch im trocknen. Das Ding rast übers Wasser nach Rotterdam.

Total genial. Nur der Regen, der zieht irgendwie mit uns. In Rotterdam verabschieden wir uns von Kalle und Rosi und fahren Richtung Hoek van Holland.

Hier fliest der Rhein entgültig ins Meer. Wir kommen genau 2 KM weit. Dann fängt es an zu schütten. Wir stellen uns am Eingang zum Maastunnel unter. Viele machen uns es gleich, aber eine Besserung ist gar nicht erst in Sicht. Nach rund 35 min. greifen wir schweren Herzens erneut zu Plan B. Wir nutzen einen moment in dem es weniger regnet (ich bin zwar nun auch eingepackt, aber es ist trotzdem rund herum nass) und fahren zum Bahnhof. Dazwischen ist es gott sei dank etwas trockener. Wir nehmen zwei Tickets nach Den Haag. Fiets kosten doch tatsächlich mehr als Personen. Unfassbar.

In einer halben Stunde sind wir in der Landeshauptstadt. Hier ist es noch trocken. Aber wir glauben das es die bessere Entscheidung war. Vom Meer wären wir im Notfall nicht so schnell hier hin gekommen. Am Stathuis suchen wir nach unserem Weg. Ein netter Herr hilft uns und erklärt den Weg zum Stay Okay. Das passiert einem hier sehr oft. Sobald man auf dem Rad, mit seinem Gepäck länger als 5 min. irgendwo steht kommt wer und will helfen. Total nett. Wirklich. Wir verstauen unsere Räder im Keller und beziehen unser Zimmer. Insgesamt ist Platz für 8. Außer uns sind noch 5 Spanier (oder Italiener) in unserem Zimmer. Scheinen Backpaker zu sein. Mal sehen wie sie sich später benehmen.

Wir machen uns kurz frisch, ziehen uns um und ziehen zur Innenstadt. Ist hier ja alles überschaubar. Olly braucht erst mal einen Gürtel, ihm rutscht die Hose. Ich bekomme eine zusätzliche Klingel in form eines quietschendes Frosches. Das wird ja ein Spaß in Zukunft :) .

Den Haag ist wie gesagt übersichtlich. Wir bummeln etwas durch die Stadt, vorbei an der Grote Kerk, wo gerade eine Aufführung statt findet. Danach gehen wir zum Regierungsgebäude.

Wir sind irgendwie unvorbereitet. Wo ist denn hier nur alles?! Olly organisiert einen Stadtplan, aber der ist irgendwie auch nicht hilfreich. Dann fängt es auch noch an zu regnen und wir flüchten in einen Durchgang. Nachdem es wieder aufgehört hat, traben wir weiter und finden den Weg zum Palast. Die Königin scheint auch da zu sein, jedenfalls ist die Fahne gehisst.

Auf dem Weg weiter finden wir einen Kaffeestore vom Senseo Macher Egberts. Wir bummeln mal durch. Total genial was es hier alles gibt und irgendwie ärgern wir uns gerade, dass wir mit dem Rad da sind. Es gibt einen Aufsatzhalter, einen Teeaufsatz und Tassen in allen Formen und Farben. Wir trinken noch nen Kaffee und schlendern weiter, vorbei an den Pferdeställen und dem zugänglichen königlichen Garten. Hier beginnt es wieder zu tropfen, so das wir uns etwas zügiger zum Supermarkt machen. Wollen uns noch eine Kleinigkeit zu essen holen. Danach hört auch der Regen wieder auf und das Wetter wird besser. Super. Wir gehen trotzdem zurück zur JH, wo wir unseren Salat essen und nun sitzen wir in der Bar und planen die nächsten Tage. Wir werden alles weitere vom Wetter abhängig machen. Morgen sind wir definitiv noch mal hier eingebucht. Wussten ja nicht das es hier so übersichtlich ist und wir so früh hier sind. Den Rest entscheidet der Wetterbericht.

KM hatten wir heute etwa 20. Leider nicht mehr, man vermisst das schon. :)

Grüße aus den Den Haag.

Hoffe daheim ist bei euch allen alles klar :)

Hier noch ein kleiner Nachtrag aus den Zeiten, als die Sonne noch da war:

Das ist Ollys Arm. Ich sagte mehrmals er solle sich eincremen, aber keiner hört auf mich :( . Meine Shirts haben unterschiedliche Längen, nun bin ich Streifenweise braun. Sieht lustig aus. Irgendwie

Auf nach Nordwijk

Die Nacht war ganz angenehm, also ab dann, als die spanisch – italienische Kombo endlich im Bett war. Alle mussten duschen und Wäsche waschen. ARG. Wir haben mit dem netten Hostelmanager verhandelt. Sie buchen unsere Buchung der zweiten Nacht in Den Haag nach Nordwijk um. Somit können wir uns zum Meer machen. Wir frühstücken noch, packen und machen uns auf. Wir fahren sogar noch am Friedenspalast vorbei. Den haben wir Gestern nicht mehr gesehen.

In Scheveningen treffen wir Lilian wieder. Was ein zufall. Sie kommt auch aus Den Haag und begleitet uns ein Stück. Sie will nach Amsterdam, daher fährt sie schon mal vor.

Hier sehen wir ein abgestelltes Fahrrad, das wir unbedingt fotografieren mussten. Das Bild trägt den Titel: “Wenn es für eine Harley nicht reicht…” (man beachte auch das Rücklicht und das Schloß !)

Wir halten in Katwijk und trinken eine Kleinigkeit und machen uns dann auf zur Jugendherrberge. Der Weg bis Katwijk und auch der restliche Radweg führt immer schön durch die Dünen. Müsste der sein, den Mama Neuwied noch im Kommentar empfohlen hat.

Die JH kann erst ab 15. Uhr bezogen werden. Daher gehts auf zum Strand.

Wir verhandeln mit Neuwied zwecks eine entgegenkommender Abholung, wobei wir noch nicht wissen, wo wir noch hin fahren. Würden ja gerne nach Egmond. Mal schaun wo es uns morgen hin verschlägt. Wir fahren raus zum Strand (5 min) und fletzen uns dort ein wenig in den Sand. Merkwürdigerweise regnet es, obwohl die Sonne scheint?!. Naja sind nur ein paar Tropfen. Nach dem wir die Füße im Meer hatten, sind wir zum einschecken schnell aufs Zimmer und wollen dann mal nach Nordwijk an Zee. Die Mitarbeiterin in der JH hat uns noch in Egmond einbuchen können. Somit werden wir jetzt noch 2 Nächte dort verbringen und dann Montag nach Hause fahren. Mit dem Zug bis Venlo wo wir netter weise abgeholt werden.

An Zee essen wir erst mal etwas kleines fischiges. Danach setzen wir uns an den Strand und genießen die Sonne und das warme Wetter.

Allerhand lustiges Volk unterwegs. Vor allem Deutsches. Manches ist schon peinlich. Das Wetter hat sich echt total gebessert. Hoffen mal das es Morgen auch so bleibt. Wir suchen noch schnell einen Supermarkt auf und dann machen wir uns durch die Dünen zurück zum Hostel. Da sitze ich gerade in der Bar und tippele mal wieder. Morgen gehts auf zur letzten größeren Etappe. :)

Insgesamt: 52 KM

@Babsi: SAUCOOL – Glückwunsch. Dann muss ich ja mal nach Stuttgart kommen

@Dernbach: Alle wohlauf. Kein Schnupfen in Sicht. Wir haben Regenkleidung mit ;o)

@Neuwied: Supi, wir gucken mal, wissen nicht genau wie weit das vom Bahnhof weg ist. Müssen da aber eh noch hin, wir brauchen noch eingekauftes. :)

Sonne, Strand und Meer

Die Nacht war ruhig. Hatten noch zwei Jungs aus Deutschland am Zimmer. Nach einem Frühstück (hier gab es heute mal eine andere Sorte Wurst, sonst ist hier alles gleich) machen wir uns auf den Weg anch Egmond. In Zandvoort, was nur 11 km weg von Nordwijk ist, machen wir eine etwas längere Pause.

Wollen ein bissel gucken und Leute beobachten. Lustig. Wir fahren weiter am Meer entlang, verpassen aber leider in Bloemendaal aan Zee den Abzweig auf den Radweg in den Dünen. So müssen wir doch den Radweg nehmen, den uns das Buch vorgibt. Dieser führt etwas ins Landesinnere und dann durch Waldwege. Nicht so schön zu fahren. Irgendwann ist dann auch noch unser Routenschild weg. Ganz große Sache. An der Ruine Brederode fragen wir uns durch und irgendwann ist auch die Beschilderung nach Ijmuiden wenigstens wieder da. In Verlsen Zuid nehmen wir die Fähre nach Velsen Nord. Hier ist der Übergang nach Beverwiik.

In Beverwijk selbst ist die Beschilderung wieder schlechter. Ob sich hier unser Oberbürgermeister mal mit dem aus Beverwijk kurz schließen kann, das sollte man ändern. Wir fragen uns auch hier wieder durch und ein netter Jogger erklärt uns den weiteren Weg. Also erst mal durchs Wohngebiet, dann in Dünen. Hier muss man ein Ticket ziehen, zur Nutzung.

Hätte man wohl vorher auch schon mal genutzt, wir haben nur irgendwie nie den Automaten gefunden. Dann sollen wir auf die Pilze achten. Die stehen am Boden, sind aus Stein, und zeigen den Weg. Aber der Clou ist eine Radkreuzung mitten in den Dünen. Hier stehen für die Radwege Ampeln. Links und Rechts ist Wiese und es gibt sogar eine Ampel für Fussgänger. Wir folgen Richtung Egmond und wechseln bei Bakkum zurück auf die Hauptstraße. Hier fahren wir weiter bis zur JH. Eigentlich sollten wir da heute getrennte und Morgen gemischte Zimmer haben. Aber wir bekommen doch eins zusammen. Wir duschen, breiten uns aus und fahren dann nach Egmond aan Zee. Hier müssen wir erst mal was essen. Olly will noch mal Fisch. Danach hauen wir uns an den Strand.

Was man beim Fahren nicht merkt, hier aber sehr wohl sieht ist, dass die Sonne ganz schön bruzzelt. Wir sind wieder etwas rot. Nach einem ausgiebigen Nachmittag am Strand fahren wir zurück.

Bei Albert Hein kaufen wir noch schnell ein paar Kleinigkeiten. Wir hoffen auch Morgen auf gutes Wetter, so das wir noch mal an den Strand kommen.

Wir sind am Ziel. Nach etwa 620 km in 10 Tagen. Ich habe nicht gedacht das ich es schaffe. Untrainiert wie gerade ich war. Aber wir sind da. Ob ich viel abgenommen habe weiß ich zwar nicht. Aber alles in allem sind wir beide fitter. Die  letzten Tage waren aufregend, aber auch entspannend. Wir hoffen das wir das sportliche zuhause weiter machen können. Man sollte wirklich auch mehr kurze Strecken mit dem Rad fahren.

Tageskilometer: 65

Letzter Tag

Wir sind am Ende unseres Urlaubs. Heute zum Abschluss haben wir mal etwas länger geschlafen ;) . Das Wetter macht uns nur leider einen Strich durch die Rechnung mit dem schönen Strandtag zum Abschluss. Wir fahren zwar zweimal raus ans Meer, aber gemütlich sitzen kann man nicht.

Es ist wolkig und windig und gerade der Wind macht das ruhige Sitzen etwas schwierig. Zumal der Sand überall hin fliegt. Inkl. Ohren. BÄÄÄH.

Der Wind freut jedoch Surfer aller Art. Ist richtig Betrieb am Wasser. In der Einkaufsstraße auch. Windjacken sind gerade im Angebot. Wir verabschieden uns vom Meer und werden nun noch den Abend in der JH genießen. Morgen Früh gehts mit dem Fahrrad zum nächsten Bahnhof und von da nach Venlo wo uns Vutschko hoffentlich einladen wird :)

Heute waren es noch mal etwa 20 km.

Eine Antwort auf Fahrradtour

  1. meyer,gudrun sagt:

    auch wir hatten heute nass,trocken,nass,trocken usw.
    aber die dame am bahnhof hat recht, die bedienung der fahrkartenautomaten
    erfordert ein spezielles studium.
    hoffe,olis bein geht es gut, du hast aber nicht erwähnt,wie es den blumen geht.
    hoffe, ihr könnt morgen wieder radeln
    mfg

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